Pro7 Reportage
Mein Kind in Afrika
Die ProSieben Reportage begleitet eine alleinstehende Frau auf ihrem langen Weg zum Wunschkind. Mika Braun ist Mitte vierzig, als sie sich entscheidet, ein Kind aus dem Ausland zu adoptieren und ihren größten Wunsch zu erfüllen – endlich Mutter sein.
Nach vielen Monaten des Wartens und Hoffens findet der Verein HELP a child ein kleines Mädchen aus Nairobi für die Adoptivmutter aus Deutschland. Ruth ist anderthalb, als sie in einem Park gefunden wurde, ausgesetzt und weggeschmissen wie Abfall. Ein Jahr lang hat sie im Heim gelebt. Dort wird sie aufgepäppelt, gepflegt und erfährt liebevolle Zuwendung, die Kleine bleibt ernst und schüchtern. Sie spricht kaum, hat Angst vor Fremden und ist in sich gekehrt. Niemand weiß genau, wie schwer sie traumatisiert ist.
Mika Braun sieht Ruth auf einem Foto und ihr Herz sagt „Ja“ ! Das ist ihre Tochter, fühlt die Adoptivmutter. Die erste Begegnung in Nairobi verläuft ernüchternd. Das traumatisierte Mädchen lehnt Mika ab. Doch so kurz vor dem Ziel will die Adoptivmutter aus Deutschland nicht aufgeben und kämpft um die Liebe der Kleinen– mit Erfolg. Schon nach wenigen Wochen gewinnt Ruth an Selbstvertrauen, sie bewegt sich sicherer, beginnt zu lachen, zu sprechen und blüht mit der die Aufmerksamkeit und Liebe ihrer neuen Mutter spürbar auf. Das kenianische Gesetz verlangt, dass Adoptiveltern mindestens drei Monate im Land leben, bevor überhaupt der gerichtliche Prozess bis zur Adoption beginnt, der nochmals Wochen und Monate in Anspruch nehmen kann. Mika muss über ein halbes Jahr warten, bis sie Ruth endlich mit nach Deutschland nehmen darf. Von Afrika ins winterliche Deutschland. Wie wird sich das Kind einleben?





